Der Vorteil der Anonymität von Kryptowährungen

Sinn und Nutzen der Anonymität von Kryptowährungen

Auflösung der Anonymität von Bankdaten

Das Bankgeheimnis ist im Juli dieses Jahres endgültig gekippt worden. Das bereits in 2005 in die Wege geleitet Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz ist nun umfassend rechtlich in Kraft getreten und löst das Gesetz zum „Schutz des Bankkunden“ ab. Ab sofort haben staatliche Behörden aller Art freien Zugang zu euren Bankdaten. Sozialämter haben das Recht auf euer Konto zu schauen, ob ihr nicht vielleicht irgendwelche Nebenverdienste habt oder ob  ihr eure Sozialhilfen sinnlos ausgebt. Oder habt ihr Notreserven jenseits der Hartz-IV- und Pflege-Freibeträgen? Das ist natürlich auch von Interesse. Ebenso ist es den Steuerbehörden erlaubt jeden Bürger unter Generalvedacht zu stellen, um auf ihren Konten herumzuschnüffeln. Von Gerichten wollen wir hier erst gar nicht anfangen. Der gläserne Bankkunde ist nun nicht mehr nur Fantasie, sondern Realität.

Anonyme Transaktionen durch Kryptowährungen

Und was hat das alles mit Kryptowährungen zu tun? Kryptowährungen stellen eine sichere Möglichkeit dar, der staatlichen Kontrolle des Geldverkehrs zu entkommen. Zumindest solange man seine Kryptowährung nicht in eine staatliche Währung umtauscht. Kryptowährungen bieten wie Bargeld die Möglichkeit Geldgeschäfte anonym zu regeln. Die bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin. Wird eine Bitmünze von einer Person zu einer anderen transferiert, dann signiert der Zahler einen Hash der vorherigen Transaktion mit seinem privaten digitalen Schlüssel und dem des öffentlichen des Empfängers. Beide werden der Münzdatei an ihrem Ende hinzugefügt, so dass der Empfänger verifizieren kann, ob die Transaktion stimmt. Was er (ebenso wie bei Bargeld) nicht nachverfolgen kann, ist, für welche Zwecke das Geld in der Vergangenheit verwendet wurde. Eine noch sicherere Transaktion bietet der Monero. Der Monero hat im Gegensatz zum Bitcoin einen höheren Fokus auf Anonymität und Dezentralisierung. Monero beruht auf dem gleichen Code wie Bitcoin ist aber leicht verändert. Das in diesem Code verwendete CryptoNight-Protokoll beinhaltet die „Ring Signatures“ und „Stealth Addresses“. Stealth-Adressen sind insofern verdeckt, als in der Blockchain der Geldein- und -ausgang auf eine bekannte Adresse nicht öffentlich einsehbar ist. Dies ist nur mittels des privaten Keys möglich, oder mit Hilfe eines Viewkey, den der Besitzer des privaten Keys optional veröffentlichen oder an einen Dritten weitergeben kann. Das heißt, wer nicht will, dass jemand etwas über den Zahlungsverkehr erfährt, muss es einfach nicht mitteilen. Das Ganze ist also eine absolute anonyme Angelegenheit, frei von jeglicher Kontrolle.

Kryptowährungen: Anonym und noch viel

Es gibt aber noch andere Gründe Kryptowährungen als gängiges Zahlungsmittel zu verwenden. Dezentrale Kryptowährungen sind sicher gegenüber zentralbankgeleiteten Abwertungen, weil man Coins nicht beliebig stanzen oder drucken kann. Die Coins einer Kryptowährung sind begrenzt, weil hinter ihnen aufwendige Algorithmen stehen. Dies macht sie auch als Anlageobjekt äußerst interessant. Zudem spielt beispielsweise der Bitcoin in der informellen Ökonomie und in dysfunktionalen Staaten wie Venezula eine wichtige Rolle in der Stabilisierung der Wirtschaft, um mit einem stabilen Zahlungsmittel Handel treiben zu können.

Also rein in die Kryptowährungen!